Sprache der Gefühle
Jede Botschaft hat eine(n) SenderIn und eine(n) EmpfängerIn.

Die Botschaft, die gesendet wurde, deckt sich nie genau mit dem, was die empfangende Person hört*1. Die Wahrscheinlichkeit zur "störungsfreien" Kommunikation steigt, je direkter man sendet, je besser es gelingt, der empfangenden Person Gefühle, welche die Botschaft begleiten, zu übermitteln.
Diese Botschaften nennt man Ich-Botschaften
Beispiele:
Falsch
- A: Warum hilfst du mir nicht?!
- B: Jetzt ziehe endlich die Schuhe an!
Richtig
- A: Ich fühle mich allein gelassen, wenn du nicht hilfst.
- B: Wenn du die Schuhe nicht anziehst befürchte ich zu spät zu
kommen. Ich hasse das.
Ich-Botschaften enthüllen einem selbst. Sie geben Aufschluss über die Person als Mensch, nicht in der Rolle als Vater, Mutter usw.
Durch diese Art der Aussage ist die Person kongruent, d.h. das innere Empfinden stimmt mit der Aussage überein. Für die EmpfängerInnen ist es einfacher zu verstehen, was die sendende Person wirklich bewegt. Dadurch entsteht Nähe, Verständnis und Respekt.
Es gibt Menschen, welche sich wenig öffnen und solche, die sich mehr öffnen. Wenn es gelingt in der Familie transparenter zu sein, fördert dies die emotionale Intelligenz.
*1Was
wird vom Gegenüber wahrgenommen:
Worte 7%
Mimik 35%
Körpersprache 35%
Ton 23%
Die "Ich"-Sprache
- Aussagende Ich-Botschaft
- Entgegnende = Reagierende Ich-Botschaft *2
- Vorbeugende Ich-Botschaft
- Anerkennende Ich-Botschaft
*2
Ergänzung zur Entgegnenden = Reagierenden Ich-Botschaft:
Es ist wichtig:
1) Deutliche Erklärung: nein
2) Begründeter Entscheid: nein, weil.... z. B. Mangel an Zeit /
Geld / Energie
Nein sagen ist wichtig, weil...
- die Unfähigkeit NEIN zu sagen Beziehungen gefährdet
- die Kinder durch ein klares NEIN Orientierung = Sicherheit
erhalten
- wir uns damit abgrenzen können
- die Kinder mit Grenzen umgehen lernen
- im Leben nicht alle Wünsche erfüllt werden können
- die Kinder frühzeitig lernen, mit einem NEIN konstruktiv
umzugehen
Wirksame Konfrontations - Ich
- Botschaften (KIB)
- erzeugt hilfreiche Änderung
- erhält die Selbstachtung beim anderen
- ermöglicht gute Beziehungen
- fördert die Selbstentfaltung beim anderen
Ich konfrontiere so sinnvoll (1) bestimmt
(2) und liebevoll (3) als möglich.
Ich sage dem anderen:
| meine Gefühle | Verhalten | Folgen |
| ich fühle... | wenn du... | weil.... |
Bei heiklen Sachen, und damit ich gewappnet bin, ist es sinnvoll, mich vorzubereiten und dann nächsten Zwischenfall oder guten Moment abwarten um mit der anderen Person zu sprechen.
Wenn sekundäre Gefühle kommen (Wut, Ärger, Zorn)
reagieren wir meistens mit einer DU-Botschaft
Primär ist jedoch der Auslöser: Angst, sich Übergangen fühlen,
Zeitdruck, Enttäuschung, Hilflosigkeit
Ich-Botschaften: sind ein wirksames Mittel, diese primären Gefühle auszudrücken
Bedürfnisse erkennen
- ich höre in mich hinein
- um mir klar zu werden
- was ich wirklich will oder brauche
- statt zu fragen: Wie komme ich dazu?
- Meine Bedürfnisse teile ich in einer
angemessenen Ich-Botschaft mit.
- Die Bedürfnisse der anderen Person erfahre ich durch
Aktiv Zuhören.