Guntershausen, 1.11.99

Mir bedeuten die Gordon-Bücher sehr sehr viel und aus diesem Grund möchte ich es dir nicht vorenthalten.
Als ich mit Cheryl schwanger war, hatte ich mir vorgenommen, mein Kind grosswerden zu lassen ohne es zu schlagen. So begann ich Bibliotheken und Internet nach Erziehungsbücher und Fachliteratur zu durchstöbern und las etliche Bücher und wurde immer unglücklicher, da es mir schien, dass mir niemand eine Erziehungsmethode unterbreiten konnte, mit der auch ich mich einverstanden erklären konnte. Als Cheryl 2 Jahre alt war, stiess ich via meine Freundin endlich auf Gordon’s Familienkonferenz. Sie hatte damals Gordon’s Leitsätze erfolgreich bei ihrem 5 jährigen Sohn in Tat umgesetzt und es war für uns alle erstaunlich und eine sehr positive Erfahrung. Innert 2 Monaten hatte er sich wirklich positiv verändert und dies mit einer Methode, die ohne Gewalt und Niederlagen funktioniert!

Nun begann ich Gordons Familienkonferenz und anschliessend Gordons Familienkonferenz in der Praxis zu verschlingen (Mich haben die 4 Berichte ab Seite 302 sehr beeindruckt. Aber auch S. 279 – 301 haben mich davon überzeugt, dass ich Gordons Ideen in Tat umsetzen kann). Die Familienkonferenz in der Praxis gefällt mir darum besser, weil sie viele Beispiele vorweist, davon auch einige für Eltern mit sehr kleinen Kindern (Beispiele dazu auf S.: 107ff, 114, 118f, 141f, 163f, 173ff, 216, 220f, 240ff, 250, 312f alle Textstellen aus dem Buch: Gordons Familienkonferenz in der Praxis). Nun versuche ich mit Cheryl nach Gordons Anweisungen Konflikte zu lösen und bin jedesmal erstaunt, wie gut wir miteinander klar kommen, wenn ich wirklich nach Gordons Grundlagen vorgehe. Ich bin immer wieder von Neuem erstaunt, wie schon ein 2 ½ jähriges Kind fähig ist, Bedürfnisse eines anderen zu akzeptieren. Ich freue mich aber auch schon auf den Gordon-Kurs, den ich an der Volkshochschule in Wil im kommenden Januar besuchen werde, denn es ist oftmals auch sehr schwierig für mich eine gute Ich-Botschaft zu senden, erst am Abend kommen mir dann oftmals die guten Sätze in den Sinn. Es ist aber sehr spannend für mich zu beobachten, dass Cheryl meistens zu trotzen beginnt, wenn ich ihr Befehle sende, wenn ich jedoch von Beginn an ihr mit einer Ich-Botschaft klar mache, was mich an ihrem Verhalten stört, modifiziert sie ihr Verhalten oder wir können miteinander nach einer für uns beide akzeptablen Lösung suchen.

Ein Beispiel das mir soeben einfällt: letzten Donnerstag hatten wir im Restaurant einen Firmenlunch geplant. Unverhofft konnte ich Cheryl nicht zum Babysitter bringen. So musste ich mir etwas überlegen, da Cheryl bei uns daheim ihr Essen innert 5 Minuten beendet und dann in ihr Zimmer geht um zu spielen. So sagte ich ihr, dass ich ihre Hilfe bräuchte, da ich eine Lösung benötige. Sie kam zu mir und hörte sich an, was mein Problem war. Ich sagte ihr, dass ich sehr gerne am Lunch teilnehmen würde, dass dies aber sicher sehr lange dauern würde. Dass es feine Spätzli geben würde, aber dass sie, wenn sie mit dem Essen fertig sei nicht vom Tisch gehen könne und im Restaurant herumrennen könne, da ich sonst nur noch auf sie aufpassen müsste und mich nicht mit meinen Kollegen unterhalten könnte. Ich fragte sie ob es für sie in Ordnung sei, wenn ich für sie Büechli mitnehmen würde, sagte ihr aber auch, dass sie diese alleine anschauen müsste. Als Alternative schlug ich ihr vor, dass ich das Essen sonst absagen würde und mit ihr daheim etwas essen würde. Wie war ich erstaunt und erfreut als sie meinte, Spätzli und Büechli seien in Ordnung. Und wie waren Manu und ich stolz auf sie, als sie wirklich eine Stunde lang brav war und wir uns mit unseren Kollegen unterhalten konnten.

Hier eine kurze Zusammenfassung der Gordon Familien-Konferenz

Falls es dich auch "gepackt" hat, findest du untenstehend die wichtigsten Bestell-Informationen für die Gordon-Bücher

Thomas Gordon
Die Familienkonferenz
ISBN
3-453-02984-4
Klappentext: Bis heute ist die »Familienkonferenz« der unumstrittene Erziehungsbestseller geblieben. Das Buch wurde zum Standardwerk der Erziehung, zum Standardwerk der besseren und ausgewogeneren Beziehungen innerhalb der Familie.
Viele Väter und Mütter haben dem Ansatz Gordons seit dem ersten Erscheinen Vertrauen geschenkt. Einem Ansatz, der Kinder als eigenständige Persönlichkeiten begreift, der gegenseitige Achtung und liebevolles Verständnis füreinander verlangst.
Durch eine Vielzahl von Fallbeispielen illustriert Gordon seine wohlbegründeten, taktischen Ratschläge für den Umgang miteinander. So ist ein Nachschlagewerk entstanden, das ganz konkret auf die wesentlichen Erziehungsprobleme eingeht.
»Die Verantwortung für die Erziehung Ihrer Kinder sollte bei Ihnen liegen! Es sind schließlich Ihre Kinder!«

Thomas Gordon
Familienkonferenz in der Praxis
ISBN 3-453-03388-4

Thomas Gordon
Die neue Familienkonferenz
ISBN
3-453-07861-6
Klappentext: Wie setze ich meinem Kind Grenzen? Wie gelingt es mir, daß es etwas tut, was es vielleicht gerade auf keinen Fall tun will? Und wie erreiche ich ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen meinen Bedürfnissen als Erwachsener und denen des Kindes?
Thomas Gordon, weltweit der erfolgreichste pädagogische Autor, weiß Rat. In Anknüpfung an seinen Klassiker Familienkonferenz (Heyne Sachbuch 19/15) beschreibt er Probleme in der Erziehung von Kindern und Heranwachsenden, gibt praktischen und einfühlsamen Rat und liefert konkrete Prinzipien und Anleitungen für eine zeitgemäße, ohne Strafen wirkende, demokratische Erziehung.

Weitere Gordon Bücher
Managerkonferenz
ISBN 3-453-09160-4

Das Gordon-Modell
Selbsthilfe-Buch
ISBN 3-453-14139-3

Lehrer – Schüler Konferenz
ISBN 3-453-02993-3

Klappentext: Es ist nur folgerichtig, daß Thomas Gordon seinem Erziehungsbestseller »Familienkonferenz« ein Buch über die Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern anschließt. Denn Lehrer werden von den Kindern in den meisten Fällen mit ähnlichen Erwartungen wie die Eltern konfrontiert, sind also »Ersatzeltern«, andererseits fordern sie von den Eltern die Übernahme von Aufgaben eines »Ersatzlehrers«.
Deshalb hält Thomas Gordon es auch für sinnvoll, daß Lehrer und Eltern seine Analysen, Beispiele, Ratschläge und Hilfen für sich nutzen, denn beide Bereiche - Schule und Elternhaus sind als Erlebnis- und Einflußsphäre untrennbar verbunden.
Wie auch in der »Familienkonferenz« packt Gordon die Probleme wieder sehr konkret an. Seine Vorschläge zur Lösung der vielfältigen Probleme sind praktikabel und schaffen die Voraussetzungen für ein angstfreies Lehren und Lernen miteinander.

Hast du auch Erfahrungen mit Gordons Erziehungsmodell gemacht, deine Meinung interessiert mich, bitte sende mir doch eine E-Mail zu.

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Weiter zur Gordon Site: Intensivseminar April 2002

Eine kurze Zusammenfassung des Gordon-Modelles

Eine Zeitungsnachricht die uns aufhorchen lassen sollte

Meine Einwände zum Buch von Rita Messmer "Ihr Baby kann's"

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